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09.03.04

Stimmbildungsseminar war ein voller Erfolg



Bei 75 erschienenen Teilnehmern kann man von einem vollen Erfolg des vom Männerchor Altenmittlau angebotenen Stimmbildungsseminars mit Dr. Ralph Nickles aus Frankfurt am vergangenen Samstag sprechen. Mit den von ihm demonstrierten Übungen bekamen die Sängerinnen und Sänger auch die Anleitung zum Üben in eigener Regie, zusammenfassend auch in schriftlicher Form an die Hand.

In den Reihen im Saal der Vereinsgaststätte "Zum Löwen" fanden sich aber nicht nur Aktive der Vereinsfamilie des Männerchores Altenmittlau. Auch bei vielen Mitgliedern anderer Vereine mit teilweise größerem Anfahrtsweg stieß das Angebot auf Interesse.

Dr. Ralph Nickles ist Experte für Gesangsunterricht, stimmtherapeutische Beratung sowie chorische Stimmbildung. Dazu qualifizieren ihn ein Studium der Musikwissenschaft und der klassischen Philologie in Heidelberg, eine Orgel- und Gesangsausbildung bei Helga-Guardian, Wolfgang Röntz und Prof. Ronald Hedlund.

Er ist freiberuflich tätig als Kirchenmusiker, Konzertsänger und Stimmbildner.

Bei der Anzahl der Teilnehmer und Teilnehmerinnen war es natürlich nicht möglich, alle einmal einzeln singen zu lassen. Das kam ihnen jedoch nicht ungelegen. Zum großen Teil war man bisher mit Stimmbildung in ausführlicherer Form wie sie vielleicht mancher Chorleiter zu Beginn der Probe anschneidet noch nicht in Berührung gekommen. Die Berührungsängste sollten sich im Verlauf des Vormittags jedoch noch legen. Überwiegend interessierte Sängerinnen ließen sich entsprechend doch noch zu einigen "Einzelübungen" hinreißen.

Dr. Ralph Nickles leitete Übungen der elementaren Stimmbildung an. Als Grundlage galt hier immer wieder: "Vertraue dem Körper ! Er weiß, was er zu tun hat. Manipuliere nicht !". Leichter gesagt als getan, aber einfache Übungen erzielten hier schnell einen "Aha Effekt".

Zum Aufwärmen der Stimme sind erst mal ein paar Spontanlaute wie z.B. "Hey, Hi, Ja, Nein oder Hallo" geeignet. Der Lippentriller und die Sirene sind weitere Möglichkeiten. Eine "noble Körperhaltung" ist dann bei den ersten Tönen hilfreich.

In kleinen Gruppen in der gesamten Gaststätte verteilt wurden Übungen mit Vokalpaaren gemacht. Während die Hälfte der Leute einer Gruppe z.B. den Vokal "a" halten mussten, musste die andere Hälfte mit einem "a" beginnen, dann aber z.B. zum "u" übergehen. Die Herausforderung dabei war sich weiterhin am "a" zu orientieren, das "u" nach "a" klingen zu lassen.

Auch die Problematik des "passaggio", des Registerübergangs, bei den Sängern öfter durch Kopf- und Bruststimme unterschieden, war ein längeres Thema. Dabei den Übergang nicht mehr hörbar zu machen ist hier die Aufgabe der Stimmbildung. Das ist möglich, wenn auf einen ununterbrochenen Atemfluss (bis zum Hauchen) und die Abnahme der Lautstärke bei höheren Tönen geachtet wird.

Die gesamte Gruppe übte von 10 bis 13 Uhr. Nach einer Stunde Mittagspause ging es um 14 Uhr nur mit den Aktiven des gemischten Chores Quer Beat weiter. Einige Zuschauer blieben auch hier noch interessiert sitzen. Bei Quer Beat wurde die Stimmbildung dann konkreter. Mit Chorleiterin Antonia Calasse sang man dem Referenten die derzeit in der Probe aktuellen Lieder vor und hoffte auf Verbesserungsvorschläge. Diese kamen auch auf den Punkt und wurden von Quer Beat und Chorleiterin "geprüft und für gut empfunden".

Das a cappella Männer-Gesangs-Sextett Alemundo hatte das Glück, mit 6 Leuten eine ideale Gruppe für die Arbeit mit Dr. Ralph Nickles zu bilden. In den folgenden 2 Stunden war jetzt wirklich Zeit, mit jedem der 6 Sänger einzeln verschiedene Übungen anzugehen. Auch Alemundo bekam gezielte Verbesserungsvorschläge für das vorgesungene aktuelle Probenrepertoire.

Am liebsten in Gruppen um die 10 Personen lässt sich Dr. Ralph Nickles auch weiterhin gerne für Stimmbildungsworkshops engagieren. Seine Telefonnummer lautet 069 - 26488603. Per E-Mail erreicht man ihn unter mail@ralphnickles.de Und schließlich gibt es im Internet auch Informationen unter www.ralphnickles.de


 



29.03.04
01.04.04